Geschlecht in der therapeutischen Praxis – eine freundliche Verstörung aus systemischer Perspektive

für Therapeut_innen, Sozialarbeiter_innen, Berater_innen und andere sog. helfende Berufe

Während wir die Ideen unserer Klient_innen (oder welches Wort wir auch für sie benutzen) im therapeutischen Prozess liebevoll herausfordern, fällt es uns selbst manchmal gar nicht so einfach unsere eignen Systeme ins schwingen zu bringen. Dieser Workshop bietet die Gelegenheit sich mit den eigenen Hypothesen zu Geschlechtlichkeit zu beschäftigen. Das wäre besonders aber nicht ausschließlich für die Menschen spannend, die sich in ihrem Leben noch nicht damit auseinandersetzen mussten, z.B. weil ihre Geschlechtlichkeit stets unhinterfragt blieb. Der Fakt, dass ich nicht in diesen Genuss gekommen bin, macht mich zur perfekten Besetzung für diesen Workshop, da ich euch sowohl aus professioneller Perspektive als auch mit meinem autobiographischen Wissen als genderqueere transgeschlechtliche Person zur Seite stehen kann. Zudem weiß ich aus erster Hand wie schwierig sich eine Therapeut_innensuche gestalten kann, weil dieses Thema in therapeutischen Ausbildungen einen höchst prekären und manchmal sogar pathologisierenden Platz erhält. Mein Herz schlägt für diese Arbeit somit nicht zuletzt aus dem Grund, weil ich den hohen Bedarf an transsensiblen Therapeut_innen sehe, die sich ihrer eigenen geschlechtlichen Geschichte gewidmet haben. Ich freu mich auf euch!

Das Format dieses Workshops ist eine Mischung als Selbsterfahrung, systemischer Intervention und Mini Inputs zu konkret anwendbaren Strategien. Der Fokus liegt dabei auf dem Spektrum zwischen und außerhalb der beiden bekanntesten Geschlechtern (Mann, Frau), da sich auch immer mehr Menschen dort verorten, die ihren Weg in eure Praxen_Beratungsorte finden werden. Denn wir wollen doch, dass sie wiederkommen und den gleichen Zugang zu therapeutischer Versorgung erhalten.

Neben der Möglichkeit autobiographisch zur eigenen Geschlechtlichkeit zu arbeiten, werde ich in kleinen Häppchen auf Fallstricke in der Arbeit mit genderqueeren, nichtbinären, transgeschlechtlichen und intergeschlechtlichen Menschen eingehen und dabei möglichst kompakt beleuchten, welche Stellung Geschlechtlichkeit im Therapieprozess einnimmt. Ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Aufregend!

Nächste Termine: 27. August, 16-19Uhr, online, 90-150€ je nach gesellschaftlichen Zugang zu Geld, Anmeldung über das Kontaktformular

Gerne biete ich dieses Format zugeschnitten auf ihre Bedarfe an, kontaktieren Sie mich gerne: